Selbstheilung durch Heilfasten

Selbstheilung durch Heilfasten

Heilfasten bedeutet, zeitweise auf feste Nahrung zu verzichten, um sich selber und der Gesundheit sowohl körperlich als auch seelisch etwas Gutes zu tun. Mit dieser Fasten-Form soll der Organismus gereinigt, entgiftet und entschlackt werden. Richtig durchgeführt kommt es währenddessen zu keinen Hungergefühlen. Nachfolgend wird erläutert, wie das Heilfasten genau funktioniert und durchgeführt wird, was die wichtigsten Bestandteile und Vorteile sind und worauf während der Fastenkur geachtet werden sollte.

Was bedeutet Heilfasten genau?

Durch eine falsche Ernährung, Umweltgifte, Stress, zu wenig Schlaf und Bewegung wird die Verdauung geschwächt und träge, wodurch der Darm nicht mehr in der Lage ist, ausreichend Vitalstoffe aufzunehmen bzw. zu verarbeiten und die Ausscheidung der Stoffwechselgifte nachlässt. Wird die Nahrungszufuhr für eine gewisse Zeit eingeschränkt oder gestoppt, können die Vorgänge im Körper regenerieren und von allem befreit werden, was ihm schadet. Dies soll durch Heilfasten möglich sein:

Fasten heißt, für eine begrenzte Zeit nur Saft, Tee, Wasser und Gemüsebrühe, also keine feste Nahrung und ebenso keine Genussmittel, zu sich zu nehmen. Maximal sind es 35 Tage, aber bei Bedarf auch nur fünf. Dazu werden zwei bis zweieinhalb Liter Wasser pro Tag getrunken. Dabei ist Heilfasten etwas völlig anderes als Hungern. Unser Organismus ist physiologisch dazu in der Lage, sich aus seinen körpereigenen Reserven zu ernähren.

Heilfasten – welche Vorteile kann es haben?

Das Ziel besteht darin, den Körper zu reinigen und zu entgiften, was gleichzeitig beim Abnehmen helfen und die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren kann. Bei dieser Kur wird lediglich ein Bruchteil der üblichen 2.000 bis 3.000 Tageskalorien aufgenommen. Bei der Heilfastenkur sind es täglich rund 200 bis 400. Sie hilft dabei, den Darm und Stoffwechsel zu entlasten und neue Energie zu sammeln. Bewusstes, freiwilliges Heilfasten wirkt nicht nur auch reinigend und regenerierend auf den Körper, sondern dank des Serotonin-Anstiegs im Gehirn ebenso auf den Geist und die Seele. Die Stimmungsaufhellung hält selbst nach dem Ende des Fastens an. In erster Linie soll es körperliche und psychische Erkrankungen vorbeugen. Doch es kann ebenso angewendet werden, um eine Fettleibigkeit zu behandeln.

Verschiedene Fastenarten und -methoden

Da das Fasten seit langem Tradition hat, haben sich im Laufe der Zeit viele unterschiedliche Fastenarten und -methoden entwickelt:

* Buchinger Fasten:

Den Beginn bilden hier ein bis drei Entlastungstage, an welchen leicht verdauliche Nahrung wie Reis, Haferflockensuppe, Naturjoghurt und/oder Obst gegessen wird. Danach folgt der erste Fastentag. Nun wird eine Darmreinigung mittels Bittersalz durchgeführt. Gelegentlich kommen auch Einläufe zum Einsatz. Im Anschluss folgt eine selber ausgewählte Anzahl von Heilfasten-Tagen, an denen keine feste Nahrung aufgenommen, aber reichlich getrunken wird. Das Ende der Fastenkur läuten einige Aufbautage ein, um den Stoffwechsel und die Verdauung langsam an feste Nahrung zu gewöhnen. Leberwickel und Entspannungsübungen, beispielsweise Meditationstechniken wie Yoga, gehören ebenso zur Fastenzeit. Das Gleiche gilt für regelmäßige Bewegung, um die Muskeln und den Stoffwechsel anzuregen. Laut Buchinger ist das Heilfasten ein natürliches Verfahren, das zur Vorbeugung und Behandlung verschiedener Erkrankungen dienen kann, zum Beispiel:

– Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
– erhöhte Blutfette
– Nervenbeschwerden
– Rheuma und Gicht
– Morbus Crohn und Reizdarmsyndrom
– Asthma
– Diabetes mellitus Typ II
– psychosomatische Störungen

* Intermittierendes Fasten

Diese Art wird auch zyklisches Heilfasten genannt. Hier belaufen sich die Heilfastzeiten auf 14 bis 18, maximal 32 bis 36 Stunden. Es wird in diesen Phasen auf Nahrung verzichtet, um von einem veränderten Stoffwechsel zu profitieren. Im anderen Zeitfenster ist es erlaubt, zu essen. Eine weitere Option ist die 16/8 Methode, bei der beispielsweise tagsüber gefastet und früh am Abend gegessen wird. Alternativ ist es möglich, pro Woche ein bis zwei Fastentage einzulegen. Auch intermittierendes Fasten soll verschiedene Krankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen positiv beeinflussen oder verhindern können.

Heilfasten – worauf achten?

Vor der Kur muss der Körper gut darauf vorbereitet und nach der Fastenzeit schrittweise an feste Nahrung gewöhnt werden, beispielsweise in der Form von Obst- und Gemüse-Mahlzeiten. Der Grund: Die Sekretion der Verdauungsdrüsen wird während des Fastens deutlich herabgesetzt. Während der Kur sind genügend Flüssigkeitszufuhr und eine regelmäßige Darmentleerung sehr wichtig. Das Gleiche gilt für ausreichend Bewegung und Entspannung.

Zusammenfassung

Beim Heilfasten wird für eine begrenzte Zeit auf feste Nahrung verzichtet. Der Organismus wird dadurch entlastet und soll widerstandsfähiger werden. Dies kann dabei helfen, sowohl körperliche als auch psychische Erkrankungen vorzubeugen. Die typischen Einsatzgebiete sind Magen-Darm-Erkrankungen, Gelenk- und Muskelerkrankungen und Asthma. Ein stärkerer Gewichtsverlust ist bei vielen eine positive Begleiterscheinung. Die Flüssigkeitsaufnahme ist während der Kur besonders wichtig. Ebenso unerlässlich ist es, den Körper an das Fasten zu gewöhnen. Nach der Kur wird feste Nahrung am besten schrittweise wieder aufgenommen.

 

     

           

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