Fertighaus kaufen Massivhaus

Fertighaus kaufen Massivhaus

Wenn die Entscheidung gefallen ist, ein Haus zu bauen und das passende Grundstück ist gefunden, stellt sich die Frage, welche Bauweise es sein soll. Viele Bauherren entscheiden sich für ein Fertighaus, das im Vergleich zum Massivhaus verschiedene Vorteile wie die schnellere Bauweise und günstigere Preise hat. Im folgenden Ratgeber wird alles Wissenswerte rund um Fertighäuser erläutert.

Was sind Fertighäuser?Das Fertighaus hat eine lange Tradition, denn hierzulande gibt es dieses bereits seit rund 80 Jahren. Der Name resultiert aus dem Zusammenbau: Die in der Fabrik vorgefertigten, also fertigen Teile des Hauses wie die Wände, Decken, Trägerelemente und das Dach werden zur Baustelle geliefert, wo innerhalb weniger Tage die Endmontage auf dem vorbereiteten Unterbau wie der Bodenplatte oder dem Keller erfolgt. Oft werden auch schon die Fenster ab Werk eingesetzt. Einige Anbieter ermöglichen dabei in der Vorplanung viel individuellen Spielraum, sodass Fertighäuser längst keine schlüsselfertigen 08/15-Modelle mehr sind.

Was sind die Vorteile eines Fertighauses?

Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Baudauer ist meist deutlich geringer als beim herkömmlichen Massivhaus, sodass die Bauherren schneller einziehen können. Letzteres wird monatelang vor Ort sozusagen Stein auf Stein errichtet. Ein weiterer Vorteil ist, dass die vorgefertigten Teile bis zur Endmontage vor Ort witterungsgeschützt sind und damit nicht an Qualität einbüßen. Da die Trocknungszeit bei Fertighäusern, verglichen mit Massivhäusern entfällt, ist der Hausbau selbst im Winter unproblematisch. Fertighäuser überzeugen zudem durch den Preis. Die Bauweise ist dank der Massenfertigung, raschen Montage und kurzen Bauzeiten wesentlich kostengünstiger als die Massivbaumethode. Optisch sind Fertighäuser ein Blickfang und von Eigenheimen anderer Bauweisen kaum zu unterscheiden.

Was bedeutet Bausatzhaus, Ausbauhaus und schlüsselfertiges Haus?

Beim Bausatzhaus erhalten die Bauleute alle Baumaterialien und setzen ihr Haus im Anschluss mit der Unterstützung des Herstellers selber zusammen. Eine andere Möglichkeit sind Ausbauhäuser, bei denen der Leistungsumfang der Ausbaustufen unterschiedlich ist, zum Beispiel mit Fußböden, Sanitär- oder Elektroinstallation. Bauherren erbringen entsprechend ihrer handwerklichen Fähigkeiten Eigenleistungen. Wer sich für ein schlüsselfertiges Haus entscheidet, verzichtet komplett auf Eigenleistungen und überlässt alle Arbeiten den Profis. Der Bauherr erhält ein bezugsfertiges Haus. Da “schlüsselfertig” kein geschützter Begriff ist, sollte im Vertrag genau überprüft werden, welcher Zustand ihm der Hersteller bei der Übergabe des Eigenheims zusichert. Nicht immer ist das Fertighaus tatsächlich bezugsfertig, wenn beispielsweise Wand- und Bodenarbeiten selbst zu leisten sind.

Gute Energieeffizienzwerte auch bei Fertighäusern möglich

Energieeffizientes Bauen ist durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) heutzutage für alle Häuser gesetzlich vorgeschrieben. Fertighäuser werden meist in Holztafel- oder Holzrahmenbauweise erbaut. Im Inneren kommen Dämmstoffe zum Einsatz, um die nötige Wärmedämmung zu erreichen. Sie sind vielfältig, beispielsweise aus natürlicher Holzwolle, mineralischen Stoffen wie Steinwolle oder synthetischem Styropor. Moderne Fertighäuser punkten bei der Wärmedämmung mit sehr guten Werten und können mit der passenden Heizung und Belüftung sowie auf dem Dach angebrachten Solarzellen auch als Niederenergiehaus genutzt werden. Energiesparhäuser sind bezüglich der niedrigen Energiekosten sehr beliebt, umweltfreundlich und in vielen Fällen förderfähig. Dies kann die Finanzierung erheblich erleichtern.

Verschiedene Bauweisen beim Fertighaus:

– Skelett-Bauweise (Ständerbauweise), die dem klassischen Fachwerkhaus ähnlich ist: Hier kommen neben Holz auch Gusseisen, Stahl oder Stahlbeton zum Einsatz. Der Begriff resultiert aus den senkrechten Ständern und waagerechten Balken, die zum tragfähigen Gerüst errichtet werden.

– Holzbalken-Bauweise: Holzgerüste bilden hier das Fundament.

– Tafel-Bauweise als Untervariante bzw. Weiterentwicklung der Holzbalken-Bauweise: Hier erfolgen die Fertigung der Bauelemente und die Wärmedämmung bereits in der Produktionshalle.

– Blockhaus-Bauweise: Die Außenwände bestehen aus massiven Holzbalken.

Auch ein Fertighaus kann heutzutage massiv gebaut werden. Viele Hersteller bieten inzwischen Möglichkeiten, um der Bauweise von Massivhäusern nahe zu kommen.

Zusammenfassung

Bei Fertighäusern werden die einzelnen Bauteile wie Wand- und Deckenelemente in einer Produktionshalle industriell vorgefertigt und auf der Baustelle vor Ort innerhalb von ein bis drei Tagen nahezu unabhängig von den Witterungsverhältnissen zum Haus zusammengebaut. Die Eigenleistung kann je nach gewünschter Ausbaustufe erbracht werden. Daneben ist es möglich, sich für ein schlüsselfertiges Haus zu entscheiden, das sofort bezogen werden kann. Auch Fertighäuser bieten heutzutage oft genügend Spielraum für eine individuelle Gestaltung. Holz wird am häufigsten als Baustoff genutzt, doch es gibt auch weitere Möglichkeiten, beispielsweise mit Beton zu bauen. Alle Materialien haben sehr gute Dämmeigenschaften. Zusätzlich wird bei modernen Häusern in Fertigbauweise mit Dämmschichten gearbeitet, die in die Wände und Decken integriert werden. Auf diese Weise ist es möglich, in Bezug auf den Energieverbrauch gute Werte zu erzielen. Das Fertighaus stellt damit eine gute Alternative zum Massivhaus dar.

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