Immunsystem stärken durch basische Ernährung

Basische Ernährung – für einen gesunden Säure-Basen-Haushalt

Erstmals definiert wurde die basische Ernährung als alternativmedizinisches Konzept im Jahr 1913. Ihr liegt die Theorie zu Grunde, dass zu viele säurehaltige Lebensmittel den Säure-Basen-Haushalt im Organismus aus dem Gleichgewicht bringen, was dann wiederum zu einer Übersäuerung führt. Im Fokus der basischen Ernährung stehen daher solche Lebensmittel, die basenbildende Eigenschaften erzielen.Erklärung und Definition zur basischen Ernährung

Grundlage der basischen Ernährung ist eine Unterteilung von Lebensmitteln in “saure” und “basische” Nahrungsmittel, wobei diese Unterscheidung nichts mit dem Geschmack selbiger zu tun hat. Stattdessen richtet die Säure-Basen-Diät, wie diese Ernährungsform häufig noch bezeichnet wird, ihren Fokus auf die entstehenden Abbauprodukte im Körper. Ziel ist es die Ernährung so einzustellen, dass keine Übersäuerung im Körper stattfindet, was mit dem weitgehenden Verzicht von “sauren” Lebensmitteln und stattdessen einer Ernährung über “basische” Nahrungsmittel einhergeht.

Für den Menschen selbst ist es nicht möglich zu erahnen oder zu schmecken, ob ein Nahrungsmittel sauer oder basisch wirkt. Die Zitrone beispielsweise schmeckt zwar bekanntlich sehr sauer, bildet im Körper aber Basen. Sie wäre also ein Lebensmittel, was im Zuge der basischen Ernährung als empfehlenswert gilt. Normalerweise ist eine Säure-Basen-Diät so veranlagt, dass die Ernährung fortan aus etwa 80 Prozent “Basenbildnern” und im Gegenzug 20 Prozent “Säurebildnern” besteht. Bei einer basischen Ernährung wird also nicht vollständig auf saure Produkte verzichtet, das verfolgte Ziel besteht lediglich darin, ein für den Organismus angenehmeres Gleichgewicht herzustellen.

Funktionsweise der basischen Ernährung in der Praxis

Für die Diät gibt es unterschiedliche Ernährungspläne. Selbige könnten strikt eingehalten werden, genauso ist es aber möglich, sich einen eigenen Ernährungsplan anzulegen. Dem geht das Wissen voraus, welche Lebensmittel nun tatsächlich sauer und welche basisch wirken. Wer sich an einer basischen Ernährung probieren möchte, muss sich also grundlegend mit den Eigenschaften vieler verschiedener Lebensmittel vertraut machen.

Das auserkorene Ziel, einen gesunden Säure-Basen-Haushalt zu erreichen, wird vorwiegend durch den Fokus auf basische Produkte erzielt. Auf Säurebildner, was zum Beispiel Getreide und Brot sind, wird nicht verzichtet. Stattdessen würden solche “Säurebildner” durch besonders basenbildende Lebensmittel ausgeglichen. Das ganze Konzept stützt sich also nicht unbedingt auf den Verzicht, sondern mehr auf eine strikt eingehaltene, kontinuierlich beobachtete Balance zwischen den beiden Eigenschaften und ihren jeweiligen Lebensmitteln.

Besonderheit “Basenfasten”

Beim Basenfasten beziehungsweise der Basenkur wird das gleiche Konzept angewandt, aber über einen zuvor fest abgesteckten Zeitraum. Ziel solch einer Basenkur, die im Jahr 1997 von der Familie Wacker entwickelt und publiziert wurde, ist die Entsäuerung des Körpers – was üblicherweise auch mit einem Gewichtsverlust einhergeht. Da das Basenfasten eine besondere Form der generellen basischen Ernährung ist, ergeben sich viele Überschneidungen.

Diese und weitere Besonderheiten sind zum Beispiel:

– Verzicht auf säurehaltige Lebensmittel wie Fleisch und Getreide (komplett, nicht anteilig, wie bei der basischen Ernährung)
– Zwei bis drei Liter stilles oder Quellwasser pro Tag, alternativ Tee aus heimischen Kräutern, nicht aber schwarzer oder grüner Tee
– Zufuhr von basischen Lebensmitteln wie Samen, Nüssen, Pilzen, Kernen, Obst und Gemüse

Hungern muss beim Basenfasten also niemand, dafür aber explizit darauf achten, welche Lebensmittel gegessen werden. Zu beachten ist, dass für die Vorteile vom Basenfasten keine wissenschaftliche Basis existiert. Risiken und Mangelerscheinungen sind aber unwahrscheinlich, da das Basenfasten immer nur temporär stattfindet.

Vorteile einer basischen Ernährung

Prinzipiell ähneln sich die Vorteile zwischen einer länger angelegten basischen Ernährung und dem temporären Basenfasten sehr. Größtes Unterscheidungsmerkmal ist der komplette Verzicht auf Säurebildner beim Fasten im Vergleich zur reduzierten Zunahme von Säurebildnern bei der basischen Ernährung.

Vorteile, die eine basische Ernährung bringen soll, sind beispielsweise:

– Ein allgemeines verbessertes Wohlbefinden
– Eine Gewichtsabnahme
– Stützt sich nicht auf absolute Verbote, sondern eine Balance aus “schlechten” und “guten” Lebensmitteln

Die Vorteile, die man sich durch eine basische Ernährung verspricht, sind aber die Nachteile, die bei einer vermeintlichen Übersäuerung entstehen. Da eben diese verhindert werden soll, würde sich nach Befürwortern der basischen Ernährung das Risiko für Rheuma, Nieren-, Blasen- und Gallensteine sowie Osteoporose reduzieren lassen. Außerdem soll eine basische Ernährung für einen besseren Erhalt des Bindegewebes sorgen.

Basische Lebensmittel

Vorweg: Keine basischen Lebensmittel sind solche, die Säuren produzieren. Sie sollen nur geringfügig oder beim Fasten gar nicht zugenommen werden, darunter:

– Fleisch und Wurst
– Fisch/Fischprodukte
– Milch- sowie Milchprodukte
– Eier

Basenbildende Lebensmittel sind hingegen solche, die Basen produzieren. Entscheidend hierfür ist der sogenannte “PRAL-Wert”. Dieser gibt an, wie basenhaltig das Nahrungsmittel ist. Je mehr Basen dieses als Abbauprodukt produziert, desto besser wäre es für die basische Ernährung. Der PRAL-Wert findet sich bei den nachfolgenden Lebensmitteln in Klammern angegeben.

– Kartoffeln (-6,14)
– Sojabohnen (-9,07)
– Rosinen (-11,94)
– Banane (-7,46)
– Orange (-3,17)
– Molke (-1,88)
– Karotte (-5,17)
– Spinat (-12,1)

Besonders basenbildende Lebensmittel, wie beispielsweise Spinat, könnten bei der basischen Ernährung als Ausgleich für säurebildende Produkte eingesetzt werden. Generell sind frische Kräuter, Obst und Gemüse sehr basenbildend.

Risiken der basischen Ernährung

Von der Schulmedizin wird keine Form der basischen Ernährung als sinnvoll erachtet. Das liegt dem Umstand zugrunde, dass die Schulmedizin annimmt, der Säure-Basen-Haushalt wird durch unterschiedliche Organe des Körpers kontinuierlich selbständig ausbalanciert. Aufgrund des weitgehenden Verzichts auf Fleisch, sollte Fisch so oft wie möglich im Ernährungsplan auftauchen, anderenfalls droht eine Unterversorgung mit Jod. Generell könnten durch eine basische Ernährung körperliche oder geistige Beschwerden entstehen.

 

             

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